Der singapore sling – der kult-klassiker mit exotischen wurzeln

Der Singapore Sling – Der Kult-Klassiker mit exotischen Wurzeln

Er ist facettenreich genau wie seine Geschichte. Der Singapore Sling ist nicht nur reich an Kultur und spannenden Zutaten, sondern wird seinem exotischen Namen durchaus gerecht. Erfunden im heutigen Singapur, vermischen sich tropische Fruchtsäfte mit Klassikern der Spirituosenwelt.

Ein einzigartiger Charakter, der nicht aufdringlich, sondern elegant und rund wirkt. Der Singapore Sling ist ein Klassiker in internationalen Bars und sollte auf einer anständigen Cocktailkarte nicht fehlen. Dieser Longdrink kann das eigene Wohnzimmer in eine edle Cocktailbar verwandeln.

Wo entstand der Singapore Sling?

Der Cocktail wurde tatsächlich in Singapur erfunden und trägt nicht nur einen exotischen Namen. Um die Entstehung des Rezeptes ranken sich mittlerweile viele Legenden, aber zum ersten Mal sollte er im 19. Jahrhundert gemixt worden sein.
Singapur als Stadt gab es noch nicht, die Vorläufer um das Eiland wurden „Straits Settlements“ genannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts griff ein Barkeeper im Luxushotel „Raffles Hotel“ das Rezept auf und taufte ihn „Straits Sling“. Die erste bekannte Version des Cocktails entstand durch Ngiam Tong Boon. Er ging gerne auf Nummer sicher und verwahrte seine Rezepte und Kreationen in einem Safe. Genau jener Safe kann heute noch in einem Museum besichtigt werden, zusammen mit dem Stück Papier, worauf das Rezept gekritzelt wurde.

Über die Zeit hinweg änderten sich der Name auf „Singapore Sling“ und auch einige Zubereitungsarten, beinahe jedes Jahrzehnt hat seine eigene Version des Rezepts. Eine der wichtigsten Komponenten für den Longdrink blieben die frischen Fruchtsäfte. Mittlerweile gehört das Rezept als Definition nicht mehr zu den Slings, aber er wird trotzdem weiterhin so genannt.

Singapore Sling

Zwei gläser singapore sling
4.8 von 15 Bewertungen
Der Singapore Sling ist ein kultiger Klassiker und der ideale Begleiter für einen eleganten Abend, egal ob in der Bar oder im Wohnzimmer. Mit den richtigen Zutaten ist der Cocktail auf Gin-Basis schnell zubereitet.
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Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Gesamtzeit: 5 Minuten
Kategorie: Fruchtig, Longdrink, Sling
Herkunft: Singapur
Schlagwörter: Ananassaft, Cointreau, DOM Bénédictine, Gin, Grenadine Sirup, Kirschlikör
Portionen: 1 Cocktail
Kalorien: 267kcal
Autor: Leon Zeschke

Equipment

Zutaten

  • 3 cl Gin
  • 1.5 cl Kirschlikör oder Cherry Brandy
  • 1 cl Cointreau
  • 1 cl DOM Bénédictine
  • 1 cl Grendadine
  • 12 cl Ananassaft
  • 1.5 cl Limettensaft frisch
  • 1 Schuss Angostura Bitters
  • Eiswürfel für den Shaker
  • 1 Ananasscheibe als Garnitur
  • 1 Maraschino-Kirsche als Garnitur

Zubereitung

  • Den Cocktail-Shaker mit viel Eis füllen.
  • Alle Zutaten nach der Reihe in den Shaker geben und kräftig schütteln.
  • Die Außenseite kann dabei anlaufen, das zeigt, dass der Cocktail kalt genug ist. Beim kräftigen Schütteln sollte sich auch ein leichter Schaum im Shaker bilden.
  • Den gesamten Inhalt des Shakers ins Glas gießen. Dabei kein Sieb verwenden, wir wollen die Schaubkrone im Glas haben.
  • Abschließend mit einer Ananasscheibe und Maraschino-Kirsche garnieren.
  • Equipment

Nährwerte

Kalorien: 267kcal | Kohlenhydrate: 30g | Protein: 1g | Fett: 1g | Zucker: 27g | Eisen: 1mg
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Tipps für den perfekten „Singapore Sling“

Beim Singapore Sling ist die Planung das A und O. Auch der Einkauf im Supermarkt sollte gut durchdacht sein. Der Cocktail hat eine lange Liste an Zutaten aber er ist dafür ein sehr aromatischer Longdrink. Dabei kann im Vorfeld überlegt werden, für welche anderen Cocktails man die verschiedenen Spirituosen noch verwenden kann.

Beim Ananassaft lohnt es sich einen frischen oder ein Produkt ohne zusätzlichen Zucker zu verwenden. Ansonsten wird der Cocktail zu süß und schmeckt nur noch nach Saft. Die anderen Zutaten gehen meist unter.

Beim Kirschlikör oder Cherry-Brandy kommt es ganz auf das eigene Geschmacksempfinden an. Sehr beliebt für diesen Cocktail ist der Cherry Heering.

Welcher Gin eignet sich am besten?

Die Qual der Wahl liegt beim Gin. Für diesen Cocktail eignen sich Dry-Gins und Gins mit intensiver Wacholdernote und ohne Zucker am besten. Sie bilden mit den herben Noten ein schönes Gegenstück zu den sonst süßen Komponenten des Drinks.

Gibt es einen Ersatz für DOM Bénédictine?

DOM Bénédictine ist ein sehr wichtiger Teil des Cocktails. Es ist ein intensiver Kräuterlikör, der dem Singapore Sling seinen Pfiff gibt. Es gibt viele verschiedene Kräuterliköre, doch diese gehen in eine völlig andere Geschmacksrichtung.

Beim Originalrezept sollte daher auf diese Zutat nicht unbedingt verzichtet werden. DOM Bénédictine kann auch in anderen Cocktails verwendet werden, zum Beispiel im Monk Sour oder im Vieux Carré.

Welche Abwandlungen des Singapore Sling gibt es?

Es gibt ein paar historische Abwandlungen, die auch sehr reizvoll sind. Der Singapore Sling aus dem 1930 ist ein geradliniger Cocktail ohne den tropischen Geschmack. Dabei werden Gin und Kirschlikör im gleichen Verhältnis mit jeweils 3 cl gemixt. Dazu kommt etwas Zitronensaft und zum Schluss wird der Longdrink mit Sodawasser aufgegossen.

Über Leon Zeschke | Avatar of leon zeschkeLeon ist Foodblogger, Ernährungsberater und leidenschaftlicher Cocktail Nerd. Er liebt es neue Cocktail auszuprobieren und seine Werke zu Teilen. Darüber hinaus ist Jonas einer der Gründer und Teil des Editorial Team von Alkipedia.com
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