Der dirty martini – das schmutzige stiefkind unter den martinis

Der Dirty Martini – das schmutzige Stiefkind unter den Martinis

Dieser Cocktail richtet sich an alle Abenteurer in der Cocktailbar, den es erfordert schon ein bisschen Mut, ihn an der Theke zu bestellen. Denn ungläubige Blicke sind keine Seltenheit. Der schmutzige Drink ist kompromisslos, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn und dazwischen bleibt nicht viel.

Die Fans dieser Martini Variante haben aber Rückendeckung, unter anderem vom Agenten im Smoking, James Bond, und von einem der berühmtesten Präsidenten von Amerika, Franklin D. Roosevelt. Bereit für ein salziges Abenteuer?

Was macht den Dirty Martini aus?

Wer genau den Dirty Martini erfunden hat, weiß bis heute niemand. In den Barbüchern des 20. Jahrhunderts findet er keine Erwähnung. Manche Legenden behaupten aber, dass Franklin D. Roosevelt diesen Cocktail gemixt hat, um das Ende der Prohibition zu feiern.

Der damalige Präsident sollte kein Händchen für Cocktails gehabt haben, trotz seiner Freude für Hochprozentiges. Seine Gäste waren mehr verschreckt als begeistert von der besonderen Mischung. In den USA wird dieses Getränk bis heute noch vereinzelt als F.D.R. Martini bezeichnet.

Der Dirty Martini hat einen zwiegespaltenen Ruf, entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Der besondere Umami-Geschmack in Verbindung mit Schnaps ist nicht jedermanns Sache. Umami kommt aus dem japanischen und bedeutet übersetzt so etwas wie köstlich oder würzig. Ein gutes Beispiel dafür wäre Sojasauce.

Auch diese Martini-Variante hat ihren Auftritt in den James Bond Filmen. Bond-Girl Madeleine Swann bestellt im letzten Film „Spectre“ einen Dirty Martini als Aperitif.

Dirty Martini

Traditioneller boozy dirty martini
4.95 von 18 Bewertungen
Dirty Martini: Salzig und würzig, die schmutzige Abwandlung eignet sich für alle Freunde von Sardellen und Oliven. Wer Lust auf Antipasti hat, kann einen Snack mit einem genialen Drink zu einem Dirty Martini kombinieren.
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Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Herkunft: Amerikanisch
Schlagwörter: Gin, Olive, Olivenlake, Salzwasser, Wermut
Portionen: 1 Cocktail
Kalorien: 166kcal
Autor: Leon Zeschke

Equipment

  • Martini-Glas
  • Rührglas
  • Barlöffel
  • Strainer

Zutaten

  • 6 cl Gin (London Dry)
  • 2 cl Wermut (trocken)
  • 1 cl Olivenlake
  • 2 Tropfen Salzwasser optional
  • Olive für Garnitur

Zubereitung

  • Das Martini-Glas kalt stellen.
  • Die Zutaten zusammen mit Eiswürfeln in das Rührglas geben und mit dem Barlöffel verrühren.
  • Mit dem Strainer in das Martini-Glas abseihen.
  • Abschließend mit ein bis drei Oliven garnieren.

Nährwerte

Kalorien: 166kcal | Kohlenhydrate: 1g | Protein: 1g | Fett: 1g | Zucker: 1g | Eisen: 1mg
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Tipps für den perfekten Dirty Martini

Am besten verwendet man einen milden und klassischen Gin mit Wacholder und Zitrusnoten oder einen sehr mediterranen Wacholderbrand. Marken wie Gin Mare, Rutte Cellery und diverse London Dry Gins wie Beefeater, Tanqueray und Bombay Sapphire.

Ein kleiner Tipp für die Zubereitung: Man sollte den Drink nach dem Rühren doppelt abseihen, um unerwünschte Stückchen von Oliven im Glas zu vermeiden.

Um die Oliven auch wieder aus dem Glas zu bekommen, sollten sie auf einen kleinen Spieß gereiht werden. Denn mit den Fingern im Martini herum zu fischen ist nicht besonders anständig.

Wenn man den Dirty Martini zu Hause zubereitet und besonders gästefreundlich sein will, sollten die Oliven vorher entsteint werden.

Welcher Oliven kann ich nehmen?

Grüne Oliven eignen sich viel besser für den Drink als Schwarze. Diese haben oft einen bitteren Beigeschmack und gehen in die Richtung von Mandeln, was nicht für einen Cocktail passt. Oliven mit Stein haben einen intensiveren Geschmack. Sollten die Oliven sehr salzig sein, empfiehlt es sich mit zwei Zerstoßenen als mit der Salzlake zu arbeiten.

Auch sollte auf die Qualität geachtet werden, da die Oliven nicht nur ein Hingucker sind, sondern auch gerne gegessen werden. Man kann es wie Antipasti im Glas sehen. Besonders lecker sind grüne Manzanilla-Oliven aus Spanien.

Welcher Wermut eignet sich am besten?

Ein klassisch kräutrig-würziger Wermut oder weißer Wermut passen am besten. Letzterer ist um einiges süßer als die klassisch trockene Variante. Wichtig ist aber, dass der Wermut geschmacklich mit den Oliven harmoniert.

Sehr gut eignen sich der L.N. Mattei Quinquina Blanc und der Hoos Vermut Weiß.

Wer es jedoch mal etwas anders probieren möchte, kann auch die beiden Wermut-Sorten Mancino Secco und Belsazar White verwenden.

Wie kann ich das Rezept variieren?

Eine ganz andere Abwandlung des Rezeptes wäre folgende: Das Glas kurz mit Wermut ausspülen, als Spirituose Wodka verwenden und zwei zerstoßene Oliven statt Olivenlake nehmen.

Wer es besonders salzig mag, kann die Salzlösung auch selbst machen: 10 Teile Wasser mit einem Teil Salz mischen und drei Tropfen dem Drink hinzugeben.

Wer einen besonders intensiven Umami-Geschmack haben möchte, der kann anstelle von Gin oder Wodka auch Whisky verwenden. Am besten eignet sich der Vulson White Rhino, da er klar ist und mit seinem Getreide-Einschlag die herzhaften Noten besonders gut zur Geltung bringt.

Über Leon Zeschke | Avatar of leon zeschkeLeon ist Foodblogger, Ernährungsberater und leidenschaftlicher Cocktail Nerd. Er liebt es neue Cocktail auszuprobieren und seine Werke zu Teilen. Darüber hinaus ist Jonas einer der Gründer und Teil des Editorial Team von Alkipedia.com
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