Old fashioned – der urvater aller cocktails

Old Fashioned – der Urvater aller Cocktails

Aus dem Englischen übersetzt, bedeutet „Old Fashioned“ so viel wie „altmodisch“. Tatsächlich ist dieser Cocktail sozusagen das Urgestein unter den Longdrinks. Er besteht aus einer Spirituose, Eis, Cocktailbitter und Zucker.

In der Regel wird Whiskey oder Bourbon verwendet, doch gibt es auch Varianten mit anderen Spirituosen. Obwohl er eigentlich ganz einfach zu mixen ist, kann man bei der Zubereitung dieses Cocktails doch einiges falsch machen.

Die Geschichte hinter dem Cocktail

Obwohl er heute als einer der ersten – wenn nicht als der Erste – Cocktails angesehen wird, gab es dennoch einen Vorläufer zum Old Fashioned. Dieser hieß Whiskey Cocktail und war ein Paradebeispiel dessen, was man damals im 19. Jahrhundert für einen Cocktail hielt. Was den Cocktail von anderen Drinks, den herkömmlichen Slings unterschied, war der Einsatz von Cocktailbitter.

Die Herkunft des Old Fashioned

Woher der Old Fashioned stammt und wer genau ihn erfunden hat, bleibt ein Geheimnis. Einiges spricht dafür, dass der Barkeeper Jerry Thomas den Drink um 1860 mixte und ihn mit einer Zitronenzeste garnierte – wahrscheinlich, um einen ansonsten ungenießbaren Whiskey loszuwerden.

Andererseits macht eine weitere Geschichte regelmäßig die Runden: Im Perennis Club in Lousiville im Staat Kentucky soll der Barkeeper einem gewissen General James E. Pepper zum ersten Mal einen Old Fashioned serviert haben.

Nach der Prohibition, die 1933 endete, stieg man weitgehend auf Bourbon um. Noch heute wird der Old Fashioned hauptsächlich mit Bourbon zubereitet, man kann jedoch auch Whiskey nehmen.

Old Fashioned

Old-fashioned cocktail mit zitrone
4.82 von 27 Bewertungen
Der Old Fashioned ein absoluter Klassiker. auch wenn dieses Cocktail zu 80% aus Whiskey besteht erfreut sich dieses Cocktail riesiger Beliebtheit. Entscheidend für einen guten Old Fashioned Cocktail ist entsprechend vor allem der verwendete Whiskey oder Bourbon.
Drucken Für später speichern
Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Gesamtzeit: 5 Minuten
Kategorie: Klassiker, Old Fashioned, Shortdrink
Herkunft: Amerikanisch
Schlagwörter: Angostura, Bourbon, Whiskey, Zuckerwürfel
Portionen: 1 Cocktail
Kalorien: 152kcal
Autor: Leon Zeschke

Equipment

  • Tumbler

Zutaten

  • 4.5 cl Whiskey Alternativ geht auch Bourbon
  • 1 Zuckerwürfel
  • 1 Spritzer Angostura
  • 1 Spritzer Wasser
  • Orangenscheibe (Als Garnitur)

Zubereitung

  • Lege den Zuckerwürfel auf den Boden eines Tumblers.
  • Träufle Angostura und Wasser auf den Zuckerwürfel und warte, bis er sich aufgelöst hat.
  • Fülle den Tumbler mit Eiswürfeln.
  • Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, gießt Du Whiskey oder Bourbon hinzu.
  • Garnieren den Drink zum Abschluss mit einer Orangenscheibe oder einer Cocktailkirsche.

Nährwerte

Kalorien: 152kcal | Kohlenhydrate: 8g | Protein: 1g | Fett: 1g | Zucker: 6g | Eisen: 1mg
Hast du den Cocktail ausprobiert?Teile es mit uns auf Instagram, indem du uns taggst! @Alkipedia oder mit dem Hashtag #Alkipedia!

Tipps für den perfekten Old Fashioned

Der Old Fashioned besteht zu rund 80 % aus Bourbon oder Whiskey. Die Aufgabe der restlichen Zutaten ist, den Geschmack der Spirituose hervorzuheben. Deshalb solltest du bei der Wahl des Whiskey beziehungsweise des Bourbon vorsichtig vorgehen.

Probiere den Whiskey oder Bourbon doch zuerst on the rocks (auf Eis). Wenn er Dir geschmacklich zusagt, kann er auch in den Old Fashioned hinein.

Das Rezept für den Old Fashioned verlangt nach Wasser. Allerdings benutzt man nur ein klein wenig davon, um den Zucker mit dem Bitter aufzulösen. Da später ja noch Eiswürfel hinzukommen, wird der Cocktail ohnehin verdünnt – da ergibt es keinen Sinn, mehr Wasser zu verwenden.

Gelegentlich wird in Bars ein Krug mit Wasser auf den Tisch gestellt, damit die Gäste selbst entscheiden können, wie stark du deinen Old Fashioned haben möchten.

Bei der Zubereitung des Old Fashioned stellt sich zum Schluss die Frage, ob der Drink nun mit einer Kirsche oder einer Orangenscheibe garniert werden soll. Diese Frage reicht schon mal aus, um einen heftigen Streit unter Barkeepern auszulösen. Schließlich hat jeder seine eigene Theorie, wie man den klassischen Drink am besten serviert.

In Wahrheit kommt der Old Fashioned gänzlich ohne fruchtige Garnitur aus. du kannst jedoch verschiedene Varianten ausprobieren, bis du Deinen „Sweet Spot“ findest.

Viele Cocktailfans machen es sich einfach und nehmen statt eines Zuckerwürfels gleich Zuckersirup. Geschmacklich macht dies keinen Unterschied. Doch musst du beim Zuckersirup aufpassen: Nimmst du zu viel, wird der Cocktail unerträglich süß. Andererseits bleibt gerade bei Anfängern der Crunch aus, der oft bei der Verwendung eines Zuckerwürfels entsteht.

Deinen Old Fashioned trinkst du – wie könnte es anders sein – aus einem Old-Fashioned-Glas. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Tumbler.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Whisky eignet sich für die Zubereitung des Old Fashioned?

Bourbon oder Whiskey? Eigentlich ist diese Frage überflüssig, denn Bourbon ist auch eine Art Whiskey. Im Gegensatz zum herkömmlichen Whiskey aus Irland und Schottland, der aus Gerste oder Roggen hergestellt wird, verwendet man für die Herstellung von Bourbon in erster Linie Mais.

Bourbon steht für die Südstaaten – in erster Linie denkt man dabei an Kentucky, wo sich bis heute die größten und bekanntesten Bourbon-Brennereien befinden.

Der Old Fashioned mit Bourbon gilt als Standardvariante. Doch du kannst den Drink auch mit einem klassischen Scotch oder einem Rye Whiskey mixen. Gerade rauchige Whiskeys fügen sich besonders harmonisch in den Old Fashioned ein. Wenn du Rye Whiskey nimmst, geht der Roggen eine wunderbare Verbindung mit dem Angostura ein und verleiht dem Cocktail eine würzige Note.

Was ist Angostura?

Angostura ist ein Bitterlikör, der als Würzzutat in verschiedenen Cocktails verwendet wird. Er besteht aus Enzianwurzel, Bitterorange, Gewürznelken, Zimt, Kardamom und Chinarinde.

Angostura geht auf den deutschen Arzt Johann Gottlieb Benjamin Siegert zurück, der den würzigen Likör als Tonikum für die Truppen des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simon Bolivar entwickelte. Als Tonikum erwies sich Angostura als nur bedingt geeignet, dafür aber machte sich der Likör in Cocktails gut.

Mit einem Alkoholgehalt von fast 45 % ist Angostura den Starkbittern zuzuordnen. Dennoch war der Likör während der Prohibition in den Vereinigten Staaten nicht verboten, da er sich aufgrund seines bitteren Geschmacks lediglich als Würzmittel einsetzen lässt.

Wie schmeckt Bourbon?

Im Vergleich zu den hierzulande üblichen Whiskeysorten ist Bourbon relativ mild. Nach der Herstellung wird der Südstaatenwhiskey in speziellen Fässern aus amerikanischer Weißeiche gelagert.

Gerade diese Eichenfässer sind es, die den Geschmack des Bourbon nachhaltig beeinflussen. Je nach Holzart lassen sich beim fertigen Produkt Aromen wie Vanille, Karamell oder Kokosnuss herausschmecken.

Darüber hinaus spielt auch die Maische eine wichtige Rolle. Bourbons, die vorwiegend aus Mais bestehen, schmecken eher süßlich. Enthält der Bourbon jedoch einen hohen Roggenanteil, ist der Geschmack leicht würzig. Plagiatsprüfung

Über Leon Zeschke | Avatar of leon zeschkeLeon ist Foodblogger, Ernährungsberater und leidenschaftlicher Cocktail Nerd. Er liebt es neue Cocktail auszuprobieren und seine Werke zu Teilen. Darüber hinaus ist Jonas einer der Gründer und Teil des Editorial Team von Alkipedia.com
Mehr über: Leon Zeschke | Webseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bewertung: